Häufige Fragen und ihre Antworten

Fragen zum Fahrplanangebot

  • Warum steht am Bahnhof nicht bei jeder Zugankunft sofort ein Bus bereit?

    Der Flensburger Bahnhofsvorplatz wird von den Buslinien 1, 5 und 8 bedient. Werktags fährt damit mindestens alle 10 Minuten ein Bus in Richtung Innenstadt. Die Fahrpläne dieser Linien sehen allerdings keine langen Wartezeiten am Bahnhof vor, und deshalb steht nicht jederzeit ein abfahrbereiter Bus sichtbar vor dem Bahnhofsgebäude. 

    Auch morgens und abends bestehen an Werktagen jetzt Fahrmöglichkeiten für Zug-Pendler aus (fast) allen Stadtteilen. Nach Ankunft des um 20.47 Uhr aus Hamburg ankommenden Zuges (Abfahrt in Hamburg um 18.43 Uhr) bestehen am Bahnhofsvorplatz sogar zusätzliche Anschlüsse an die Linien 1 (bis Sünderup) und 2 (Richtung Westliche Höhe). Seit dem 1. Juli 2021 fahren auch einige Regionalbuslinien (21, 22, 800, 810) den Bahnhof direkt an. 

    Zusätzlich ist der Bahnhof durch die über die Schleswiger Straße verkehrenden Buslinien (Linien 12 und 14 sowie mehrere Regionalbuslinien) erreichbar: Zu den Haltestellen Schleswiger Straße bzw. Tegelbarg sind es über die Serpentine nur wenige Fußminuten. Zur Orientierung finden Sie hier einen Lageplan der Haltestellen im Bahnhofsumfeld.

    Geplant ist, in Zukunft eine Anzeigetafel im Bahnhof zu haben, die in Echtzeit anzeigt, in wie vielen Minuten der nächste Bus in welche Richtung abfährt. So wäre jederzeit sichtbar: „Der nächste Bus kommt gleich“.

  • Warum gibt es keinen Stadtbus, der die Harrisleer Straße entlang fährt?

    Zwischen der Neustadt und dem Harrisleer Kreuz gibt es keine direkte Stadtbuslinie. Statt dessen fahren die Regionalbus-Linien 37 (Flensburg - Harrislee - Handewitt) und 39 (Flensburg – Harrislee - Padborg Grenze) die Harrisleer Straße entlang und halten dort an allen Haltestellen. Innerhalb der Stadt Flensburg können die Regionalbusse mit den ganz normalen Flensburger Stadtbus-Fahrscheinen benutzt werden. 

Fragen und Antworten zum Fahrkarten und Preisen

  • Warum werden fast jedes Jahr die Fahrpreise erhöht?

    Aktiv Bus soll kostendeckend arbeiten. Der weitaus überwiegende Teil der Einnahmen kommt dabei aus Fahrgelderlösen. Wie in anderen Branchen steigen jedoch auch im Verkehr die "Produktionskosten": die Personalkosten steigen, neue technologische Entwicklungen machen zusätzliche Investitionen erforderlich, auch die Energiepreise haben in der Vergangenheit eine nicht unwesentliche Rolle gespielt, und und und. DAher müssen leider die Fahrpreise immer wieder angepasst werden. Dies geschieht dann zum 1. August eines Jahres - gleichzeitig mit allen anderen Bus- und Bahnunternehmen in Schleswig-Holstein. Je nach Kostensituation versuchen wir dabei, die Preissteigerungen in Flensburg so niedrig wie möglich zu halten bzw. teilweise bei einzelnen Fahrscheinarten auch mal auf eine Erhöhung zu verzichten.

    Trotz aller Preissteigerungen: Aktiv Bus Flensburg legt großen Wert auf kostengünstige Strukturen, und deshalb sind die Fahrpreise in Flensburg immer noch vergleichsweise günstig. Ein Vergleich mit anderen deutschen Städten in der Größenordnung zwischen 70.000 und 100.000 Einwohnern zeigt schnell, dass die Flensburger Preise besonders kundenfreundlich sind. Manche Fahrscheine, z.B. die Schülermonatskarte, sind in Flensburg sogar deutlich billiger als selbst in kleineren Städten - obwohl hier in Flensburg viel mehr Busse fahren. Auch in Zukunft wollen wir eine attraktive Leistung zu möglichst fairen Preisen anbieten.

  • Gilt das Schleswig-Holstein-Ticket in den Flensburger Bussen?

    Nein, das als Schleswig-Holstein-Ticket von der Deutschen Bahn vermarktete Sonderticket gilt außerhalb des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) grundsätzlich nur in Nahverkehrszügen! Für Kleingruppen bis zu 5 Personen, die in Schleswig-Holstein und Hamburg mit Bahnen UND Bussen unterwegs sein möchten, empfiehlt sich die Kleingruppenkarte des landesweiten Schleswig-Holstein-Tarifes.

    Bitte beachten Sie: Das Schleswig-Holstein-Ticket wird schnell mit dem Schleswig-Holstein-Tarif verwechselt. Das Schleswig-Holstein-Ticket gilt nicht in den Flensburger Stadtbussen, der Schleswig-Holstein-Tarif jedoch ist der ab 1. August 2022 auch in Flensburg gültige Nahverkehrstarif.

    Weitere Informationen zum Schleswig-Holstein-Ticket der DB.

    Weitere Informationen zum Schleswig-Holstein-Tarif.

  • Was ist die SH-Card?

    Die SH-Card ist ein Angebot im SH-Tarif. Sie funktioniert ähnlich wie eine BahnCard. Personen mit einer SH-Card erhalten für Strecken im SH-Tarif rabattierte Einzelfahrscheine. Die SH-Card wird bei Vorhandensein eines personengebundenen Erwachsenen-Abos für eine Strecke im SH-Tarif auf Wunsch zu einem ermäßigten Preis ausgegeben. Beispiel: Pendelnde zwischen Flensburg und Kiel mit einem persönlichen Erwachsenen-Abo (SH-Tarif) können mit der SH-Card auf anderen Strecken des SH-Tarifes rabattierte Einzelfahrscheine bekommen, z.B. wenn sie am Wochenende von Flensburg nach Westerland fahren. Für reine Stadtverkehrsfahrten in Flensburg gibt es keinen Rabatt mit der SH-Card. Weitere Informationen zur SH-Card finden Sie hier.

  • Bekomme ich im Stadtverkehr Flensburg einen Rabatt mit BahnCard oder SH-Card?

    Im Stadtverkehr Flensburg werden die BahnCard und SH-Card nicht anerkannt, um keine zusätzlichen Barverkäufe im Fahrzeug zu erzeugen, welche wertvolle Fahrzeit kosten würden. Stattdessen haben wir (wie auch die Stadtverkehre Lübeck und Kiel) als regionale Ergänzungsangebote die rabattierte 4er-Karte im Angebot. In Flensburg ist diese als 4er-Streifenkarte ausschließlich im Vorverkauf erhältlich. Zusätzlich besteht mit der FAIRTIQ-App ein attraktives Alternativangebot mit Bestpreisabrechnung.Nein, für reine Stadtverkehrsfahrten in Flensburg gibt es keinen Rabatt mit der BahnCard oder SH-Card.

    Bei Fahrten mit dem Regionalverkehr nach Flensburg werden die BahnCard und SH-Card anerkannt und Einzelkarten gemäß den Tarifbestimmungen rabattiert. Die Weiterfahrt mit dem Stadtverkehr zum Erreichen des Fahrtziels ist im Rahmen der tariflichen Regelungen dann selbstverständlich möglich. Bei Start im Stadtverkehr Flensburg mit einem Fahrtziel im Umland können Sie ebenso einen rabattierten Einzelfahrschein bei Vorlage der BahnCard oder SH-Card lösen. 

  • Welche Voraussetzungen müssten für eine Art "Schüler-Semesterticket" erfüllt sein?

    Das Semesterticket für Studierende der Flensburger Hochschulen ist für die einzelnden Studierenden vergleichsweise günstig, weil entsprechend dem Solidaritätsprinzip alle Studierende ihren Beitrag bezahlen, auch diejenigen, die den Bus selten oder möglicherweise nie nutzen. Entsprechend müssten alle Eltern von Schülerinnen und Schülern bereit sein, das Solidaritätsprinzip anzuerkennen. Außerdem wäre wie beim Semesterticket ein klarer Vertragspartner erforderlich, der verbindlich den je Schüler zu bezahlenden Preis an die Verkehrsunternehmen abführt. Und bei der Preiskalkulation müsste berücksichtigt werden, dass eine stärkere Busnutzung in den Spitzenzeiten mehr Fahrzeuge und Fahrpersonal erforderlich macht, die finanziert sein wollen. Denn gerade im morgendlichen Schülerverkehr sind schon heute alle vorhandenen Ressourcen im Einsatz.

  • Warum erhalten Schüler in Flensburg - anders als Schüler aus dem Kreis - keine vergünstigte Jahresfahrkarten?

    Das Schleswig-Holsteinische Schulgesetz vom 24. Januar 2007 regelt in § 114 die Schülerbeförderung. Das Gesetz besagt, dass die Kreise Träger der Schülerbeförderung sind, und zwar für Schülerinnen und Schüler, die ihren Wohnsitz im Kreisgebiet haben und eine öffentliche Schule außerhalb des Kreises besuchen.

    Vom Kreis Schleswig-Flensburg werden anteilige Beförderungskosten für Schülerinnen und Schüler übernommen, wenn diese weiterführende allgemeinbildende Schulen oder Förderzentren der Jahrgangsstufen 5 bis 10 besuchen und wenn der Schulweg dabei mehr als 4 km beträgt.

    Flensburg hingegen ist eine kreisfreie Stadt, auf welche die Regelung des § 114 nicht zutrifft. Gleichzeitig ist in Flensburg gewährleistet, dass alle Schülerinnen und Schüler eine weiterführende allgemeinbildende Schule innerhalb von 4 km Reichweite besuchen können. Da es die freie Schulwahl gibt, bleibt es jedem selbst überlassen, ob er für sein Kind eine Schule mit einem kurzen oder einem langen Schulweg wählt.

Fragen und Antworten zu Sonstigen Themen

  • Warum werden die Busse nicht automatisch an jeder Haltestelle abgesenkt?

    Das Absenken des Busses zur Seite wird von einigen Menschen als sehr hilfreich empfunden – aber längst nicht von allen. Der auf die Seite geneigte Bus und die dadurch entstehende schiefe Ebene ist für einen Teil der Fahrgäste unangenehm. Hinzu kommt, dass der Vorgang des Absenkens und Aufrichtens jeweils auch ein paar Sekunden Zeit kostet, was insgesamt zu verlängerten Fahrzeiten führen würde. Deshalb wird die Technik des Absenkens nur bei Bedarf angewendet.

  • Weshalb sind nicht alle Haltestellen mit Wartehäuschen und Sitzgelegenheiten ausgestattet?

    Fast alle Flensburger Haltestellen - und das sind nicht wenige - befinden sich im Eigentum und damit in der Verantwortlichkeit der Stadt Flensburg. Eine zeitgleiche Modernisierung aller Haltestellen ist allein aus Kostengründen nicht zu leisten. Regelmäßig werden jedoch Haltestellen baulich neu hergerichtet, meist im Zusammenhang mit jeweils anstehenden Straßenbaumaßnahmen. Grundlage für die Haltestellenausstattung ist das Haltestellenkonzept der Stadt Flensburg. Wartehäuschen sind da nur für die stärker frequentierten Haltestellen vorgesehen - vorausgesetzt im Straßenraum ist überhaupt Platz dafür vorhanden. Aktiv Bus ist selbstverständlich bei allen baulichen Planungen beratend dabei. Und wenn unser Fahrpersonal irgendwo einen Mangel entdeckt - oder wenn ein Fahrgast uns über Lob und Tadel einen Schaden mitteilt -, dann melden wir das direkt an die Stadt weiter. Direkt zuständig sind wir aber nur für die Fahrgastinformation an den Haltestellen, d.h. für die Aushänge und für den Haltestellenmast. 

  • Warum hängt der Fahrplan mal im Wartehäuschen und mal am Haltestellenmast?

    Grundsätzlich hängen die Fahrpläne nach Möglichkeit in der Vitrine des Wartehäuschens. Aber nur die stärker frequentierten Haltestellen sind mit einem entsprechenden Wartehaus ausgestattet. Deshalb hängen die Fahrplanaushänge an den Haltestellen ohne Wartehaus ersatzweise am Haltestellenmast.

    Da in jeder Vitrine maximal Platz für vier Aushänge ist, können an Haltestellen, die von fünf oder mehr Linien bedient werden, ggf. nicht alle Fahrpläne im Wartehaus hängen, so dass auch hier ein Teil der Fahrpläne derzeit am Mast hängt. Gemeinsam mit der Stadt Flensburg, welche in der Regel für die Infrastruktur-Ausstattung der Haltestellen verantwortlich ist, prüfen wir, ob in bestimmten Wartehäusern eine zusätzliche Vitrine installiert werden kann.

    Weitere Informationsaushänge wie der Liniennetzplan und die Preistafel werden bei entsprechender Platzverfügbarkeit ebenfalls bevorzugt in der Vitrine ausgehängt. Ist keine Vitrine vorhanden, oder hängt dort schon eine Mehrzahl an Fahrplänen, werden Zusatzinformationen wie Liniennetzplan und Preistafel mit am Mast ausgehängt, vorausgesetzt es sind am einzelnen Mast ausreichend Aushangkästen verfügbar.

  • Warum unterstützt Aktiv Bus das neue CarSharing - sind diese Autos keine Konkurrenz zum Bus?

    Natürlich wollen wir in erster Linie den Umweltverbund fördern, d.h. den öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen und Bahnen im Zusammenspiel mit Fußwegen und Radfahrten. Aber wir wissen auch, dass es Fahrten gibt, für welche die Nutzung eines Auto einfach praktischer und sinnvoller ist. Auch unsere Stammkundschaft, die regelmäßig ihre Monatskarte kauft, ist ab und zu auf ein Auto angewiesen. Für Menschen ohne eigenes Auto ist CarSharing in Verbindung mit einer Buskarte eine kostengünstige Alternative. Es muss nicht immer ein eigenes Auto sein, denn das steht in vielen Fällen die meiste Zeit des Tages nur auf einem Parkplatz. Durch die "geteilte" gemeinsame Nutzung eines Autopools ersetzt jedes einzelne CarSharing-Auto - das zeigen entsprechende Studien aus Städten, die schon länger ein funktionierendes CarSharing haben - am Ende etwa 10-11 private Pkw. Und für private wie gewerbliche CarSharing-Nutzende ist es kostengünstig und bequem: Die Spritkosten sind inklusive, und um Wartung und Inspektion des Wagens kümmern sich andere. Deshalb sind wir überzeugt, dass das vom Klimapakt initiierte CarSharing in Verbindung mit einem attraktiven Stadtbusverkehr eine sehr sinnvolle Ergänzung des Flensburger Mobilitätsangebotes ist.

  • Warum gibt es in der Mitte der Busse nicht immer zusätzliche Entwerter für Streifenkarten?

    Grundsätzlich gilt, dass in den Flensburger Stadtbussen vorne eingestiegen werden muss, so dass das Fahrpersonal schon beim Einstieg die Gültigkeit des Fahrscheines prüfen kann. Aus diesem Grund befinden sich auch die Entwerter in Flensburg prinzipiell vorne im Bus.

    Nur im begründeten Ausnahmefall dürfen Personen überhaupt an den hinteren Türen einsteigen (z.B. Rollstuhlfahrende, Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollatoren). Es wäre jedoch unverhältnismäßig teuer, wenn für diese Fälle zusätzliche Entwerter an allen Türen beschafft und gewartet werden müssten.

    Seit dem 15. Juli 2020 bieten wir mit der FAIRTIQ-App eine Alternative zu Streifenkarten und zum Einzelfahrschein an. Wir hoffen, dass sich die elektronischen Fahrscheine langfristig durchsetzen und so in einigen Jahren ganz auf herkömmliche Entwerter verzichtet werden kann.