Häufig gestellte Fragen (FAQ) und ihre Antworten

Fragen zum Fahrplanangebot

  • Warum steht am Bahnhof nicht bei jeder Zugankunft sofort ein Bus bereit?

    Der Flensburger Bahnhofsvorplatz wird von den Buslinien 1 und 5 bedient. Werktags fährt damit alle 10 Minuten ein Bus in Richtung Innenstadt. Die Fahrpläne dieser beiden Linien sehen allerdings keine langen Wartezeiten am Bahnhof vor, und deshalb steht nicht jederzeit ein abfahrbereiter Bus sichtbar vor dem Bahnhofsgebäude. 

     

    Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wurde die Bahnhofsanbindung noch einmal deutlich verbessert. Auch morgens und abends bestehen an Werktagen jetzt Fahrmöglichkeiten für Zug-Pendler aus (fast) allen Stadtteilen. Nach Ankunft des um 20.47 Uhr aus Hamburg ankommenden Zuges (Abfahrt in Hamburg um 18.43 Uhr) bestehen am Bahnhofsvorplatz sogar zusätzliche Anschlüsse an die Linien 1 (bis Sünderup), 2 (Richtung Westliche Höhe) und 3 (nach Mürwik zum Twedter Plack).

     

    Zusätzlich ist der Bahnhof durch die über die Schleswiger Straße verkehrenden Buslinien (Linien 12 und 14 sowie mehrere Regionalbuslinien) erreichbar: Zu den Haltestellen Schleswiger Straße bzw. Tegelbarg sind es über die Serpentine nur wenige Fußminuten. Zur Orientierung finden Sie hier einen Lageplan der Haltestellen im Bahnhofsumfeld.

     

    Geplant ist, in Zukunft eine Anzeigetafel im Bahnhof zu haben, die in Echtzeit anzeigt, in wie vielen Minuten der nächste Bus in welche Richtung abfährt. So wäre jederzeit sichtbar, „der nächste Bus kommt gleich“.

  • Bekommt die Gartenstadt Weiche bald eine bessere Busverbindung?

    Seit dem 13. Dezember 2015 hat die Gartenstadt Weiche eine verbesserte Busanbindung. Zusätzlich zur Linie 11, die alle 20 Minuten durch die Gartenstadt Richtung Citti-Park, Innenstadt und Twedter Plack fährt, kommt jetzt auch alle 20 Minuten ein Bus der Linie 12 durch die Gartenstadt und fährt von dort zurück durch Weiche Richtung ZOB. Beide Linien fahren im Wechsel, d.h. alle 10 Minuten fährt ein Bus durch die Gartenstadt (siehe gesonderte Meldung).

    In Richtung Weiche bedient die aus der Stadt bzw. vom Citti-Park kommende Linie 11 wie gehabt nur die Haltestelle "Gartenstadt Weiche", fährt in dieser Fahrtrichtung also nicht über Gartenstadtallee und Jägerweg. An der Haltestelle "Gartenstadt Weiche" (Haltestelle in Gegenrichtung!) kommt jedoch gemäß Fahrplan i.d.R. nach vier Minuten die Linie 12, welche dann in die Gartenstadt hinein fährt. Alternativ dürfen Fahrgäste, die sich sowohl den Umstieg als auch den Fußweg sparen möchten, im Bus der Linie 11 sitzen bleiben: nach einem kurzen Aufenthalt an der Endhaltestelle Nikolaus-Matthiesen-Str. fährt Linie 11 dann in Gegenrichtung über Gartenstadtallee, Heidebogen und Jägerweg. Dieser insgesamt etwa 15 Minuten dauernde "Umweg" darf im Rahmen der zeitlichen Gültigkeit auch mit einer Streifenkarte gefahren werden (d.h. bis einschließlich Jägerweg wird die Fahrt hier nicht als unzulässige Rückfahrt gewertet).

  • Warum fehlt im neuen Fahrplan samstags um kurz nach 20 Uhr der Bus vom Citti-Park Richtung Twedter Plack?

    Die gute Nachricht vorweg: Samstagabends fährt weiterhin kurz nach 20 Uhr der gewohnte Bus der Linie 11 von Weiche über den Citti-Park Richtung Innenstadt und weiter bis zum Twedter Plack. Er startet in Nikolaus-Matthiesen-Str. um 20.07 Uhr und passiert die Haltestelle Citti-Park um 20.21 Uhr, d.h. 5 Minuten später als an den übrigen Werktagen.

    Aufgrund eines Fehlers, für den wir uns nur entschuldigen können, fehlt diese eine Abfahrt in den gedruckten Fahrplänen. Weil diese Verbindung aber für viele Fahrgäste wichtig ist, insbesondere für Kunden und Angestellte des um 20 Uhr schließenden Citti-Parks, wird sie selbstverständlich trotzdem gefahren. Die Haltestellenaushänge und sämtliche als PDF im Internet herunterladbaren Fahrpläne wurden inzwischen korrigiert. Wir bedanken uns bei allen Fahrgästen, die uns über die Mobilitätszentrale oder über "Lob und Tadel" auf den (unbeabsichtigten) Fehler hingewiesen haben. So war es uns möglich, zumindest die Haltestellenaushänge und die online verfügbaren Fahrpläne sehr schnell zu korrigieren. Für die Zukunft hoffen wir natürlich, dass uns solche Pannen möglichst nicht passieren.

  • Warum kann man von der Rude nicht mehr umsteigefrei zum Citti-Park fahren?

    Bisher war es so: die Linie 12 kam vom ZOB und fuhr via Rude gen Weiche. In Weiche wechselte der Bus einfach seine Liniennummer und fuhr ohne Zwischenstopp weiter zum Citti-Park und Richtung Twedter Plack. Keine Frage, dass war für Fahrgäste zwischen Rude und Citti-Park zwar eine lange Strecke, aber sie war umsteigefrei und damit besonders komfortabel.

    Warum wurde das also geändert? 

    Hintergrund war vor allem die dringend erforderliche Anpassung an die Bedürfnisse im gewachsenen Stadtteil Weiche (ca. 7.000 Einwohner). Nur durch eine klare Trennung der Linien 11 und 12 wurde es möglich, a) häufiger nach Weiche zu fahren, und b) innerhalb Weiches überhaupt endlich eine Fahrmöglichkeit zwischen der Gartenstadt und dem rund drei Kilometer entfernten Ortszentrum zu schaffen. Nebenbei gab es weitere Aspekte: Aufgrund der langen Wegstrecke der früher kombinierten Linie 11/12 (Mürwik - Engelsby - Jürgensby - Innenstadt - Friesischer Berg - Weiche - Rude - Innenstadt) war diese Linie anfällig für verkehrsbedingte Verspätungen, die irgendwo im Verlauf des Linienweges auftreten konnten. Mit der neuen Planung wurde auch versucht, einen verläßlicheren, stabileren Fahrplan zu schaffen.

    Das Stadtgebiet Rude profitiert insofern von der Veränderung, als die Busse der Linie 12 jetzt abends und am Samstagnachmittag häufiger fahren als das früher der Fall war. Nur dass sie eben leider nicht mehr bis zum Citti-Park oder zum Friedhof Friedenshügel durchfahren. Fahrgäste zu diesen Zielen müssen jetzt entweder in Weiche oder in der Innenstadt (Deutsches Haus/Angelburger Straße/Südermarkt) in die Linie 11 umsteigen.

    Immerhin gibt es alternativ noch eine direkte Verbindung von der Rude zum Einkaufszentrum Förde Park (Linie 14). Dabei irritiert ein wenig, dass die Linien 12 und 14 zwischen dem ZOB und Rude fast zeitgleich fahren. Aufgrund der Anschlüsse, die beide Linien am ZOB zu anderen Linien haben sollen, war es leider nicht möglich, die Busse zeitversetzt von/nach Rude fahren zu lassen.

    Fahrplanplanung ist eine sehr komplexe Angelegenheit, vor allem dann, wenn nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Nach besten Kräften versuchen wir, stets die Entwicklungen in der Stadt mitzuverfolgen, um im Rahmen des Machbaren die insgesamt bestmögliche Lösung zu finden - auch wenn dabei leider manchmal Kompromisse eingegangen werden müssen und nicht immer alle Wünsche erfüllt werden können.

    Neben dem Angebot der Linien 12 und 14 gibt es für die Menschen in Rude noch die Möglichkeit, die entlang der Schleswiger Straße haltenden Regionalbusse zu nutzen. Auch hier werden die normalen Flensburger Stadtbus-Fahrkarten anerkannt.

    Wer einen etwas längeren Fußweg nicht scheut, kann außerdem ab Bahnhofsvorplatz die Linien 1 und 5 benutzen. Von der Rude (Ecke Diblerstraße) sind es bis zum Bahnhof rund 750 m.

  • Warum gibt es keinen Stadtbus, der die Harrisleer Straße entlang fährt?

    In der Tat: Zwischen der Neustadt und dem Harrisleer Kreuz gibt es keine direkte Stadtbuslinie. Statt dessen fährt der Regionalbus 1539 (Flensburg – Harrislee) die Harrisleer Straße entlang und hält dort an allen Haltestellen. An Werktagen fährt diese von der Firma Hansen-Borg betriebene Linie alle 30 Minuten, und auch abends und am Wochenende gibt es zahlreiche Abfahrten. Innerhalb der Stadt Flensburg können die Regionalbusse mit den ganz normalen Flensburger Stadtbus-Fahrscheinen benutzt werden. 

  • Wann wird Hochfeld an das städtische Busnetz angeschlossen?

    Die Anbindung von Hochfeld ist ein Dilemma: Erforderlich wäre eine Buslinie, die vom Bahnhof aus am Campus vorbei direkt nach Hochfeld fährt. Die Kosten für eine solche Linie wären jedoch nicht allein durch die in Hochfeld zu erwartenden Fahrgeldeinnahmen zu finanzieren. Eine Führung der Linie 5 über Sünderup Dorf nach Hochfeld ist aufgrund der vorhanden Straßeninfrastruktur nicht möglich. Derzeit laufen interne Überlegungen, durch Verknüpfung mit einer regionalen Buslinie eine finanzierbare Lösung auf die Beine zu stellen.

  • Wann wird Kauslund besser an das städtische Busnetz angeschlossen?

    Auch für Kauslund wird eine bessere Busanbindung angestrebt. Geprüft wurde bereits eine Variante, bei der die Linie 10 statt nach Mürwik nach Kauslund geführt worden wäre - aber diese Variante musste verworfen werden, weil sie für viele Fahrgäste auf dem Streckenabschnitt Twedter-Plack – Engelsby zu einer deutlichen Angebotsverschlechterung geführt hätte, und weil Linie 11 das Fahrgastaufkommen nicht alleine hätte bewältigen können.

    Derzeit werden weitere Modelle geprüft. Dazu wurde in den letzten Monaten u.a. eine Befragung der Haushalte in Kauslund durchgeführt. Von den Befragungsergebnissen erhoffen wir uns vertiefte Einblicke darüber, welche Mobilitätsgewohnheiten die Kauslunder haben, und wie eine verbesserte Busanbindung nach Kauslund idealerweise aussehen sollte.

    Der Entwurf des Ergebnisberichtes liegt inzwischen vor. In Kürze werden wir auf dieser Basis eine erste Rückmeldung an die Befragten geben - und diese gleichzeitig zu einem Gesprächsabend (Mitte 2016) einladen. Der weitere Planungsprozess wird dann sicherlich noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

    Bis eine bessere (und finanzierbare) Lösung gefunden ist besteht immerhin die Möglichkeit, ab der Haltestelle Kauslund mit den stündlich verkehrenden Schnellbussen der Linie 1605 (Flensburg – Kappeln) in die Stadt zu fahren (oder in Engelsby zu den Linien 5, 10 bzw. 11 umzusteigen). Innerhalb der Stadtgrenzen werden auch in der von der Autokraft betriebenen Linie 1605 die normalen Stadtbusfahrscheine anerkannt.

  • Warum fahren die Busse der Linie 13 oft mit einer anderen, vierstelligen Liniennummer?

    Die als Linie 13 bekannte Linie vom ZOB über den Sandberg nach Tarup ist in Wirklichkeit eine Bündelung von mehreren Linien: Mal wird dieser Streckenabschnitt von einem Regionalbus bedient, mal von einem Stadtbus. Dadurch das die sowieso durch Tarup nach Flensburg fahrenden Regionalbusse in das Fahrplankonzept eingebunden sind, können insgesamt erhebliche Kosten gespart werden. Das Passagieraufkommen ist noch nicht so hoch, dass es sich lohnen würde, parallel zu den Regionalbussen jedesmal auch noch einen echten Stadtbus fahren zu lassen. Die Regionalbusse werden von der Firma Autokraft gefahren. Es handelt sich um die Linien 1602 (Flensburg – Husby – Grundhof – Langballigau – Westerholz – Streichmühle), 1603 (Flensburg – Hürup – Husby) und 1604 (Flensburg – Husby – Sterup – Kappeln). Selbstverständlich werden in diesen Bussen innerhalb der Stadt Flensburg einschließlich Tarup die normalen Flensburger Stadtbusfahrscheine anerkannt bzw. Fahrscheine zu entsprechenden Preisen verkauft. Um die Fahrgastinformation für den Kunden zu verbessern wurde Anfang 2015 mit der Autokraft vereinbart, dass die betroffenen Regionalbusse zukünftig ein von außen sichtbares Zusatzschild "in Flensburg als Linie 13" in der Windschutzscheibe hängen haben. Auf längere Sicht ist  – auch angesichts der vielen Neubaugebiete um Tarup – damit zu rechnen, dass für Tarup insgesamt ein neues Fahrplankonzept entwickelt werden muss.

     

Fragen und Antworten zum Fahrkarten und Preisen

  • Wie lange gilt mein Fahrschein?

    Innerhalb der Zone Flensburg (Gebiet der Stadt Flensburg plus Wassersleben) gelten Einzelfahrscheine und Streifenkarten bis zu 60 Minuten, d.h. die Fahrt muss nach 60 Minuten beendet sein. Der Einzelfahrschein bietet innerhalb dieses Zeitraums volle Flexibilität, d.h. auch Fahrtunterbrechungen, Umwegfahrten und Rückfahrten sind erlaubt. Die ermäßigten Streifenkarten dürfen nur in Richtung auf das Ziel verwendet werden; bei einem Umstieg muss jeweils der nächstmögliche Anschlussbus genommen werden; mit Streifenkarten sind Fahrtunterbrechungen, Umwegfahrten und Rückfahrten unzulässig.

    Tageskarten für die Zone Flensburg gelten ab Kauf für beliebig viele Fahrten innerhalb von 24 Stunden.

    Erläuterungen zu den Gültigkeitszeiträumen anderer Fahrscheine (z.B. aus dem Gebiet des Kreises Schleswig-Flensburg oder aus dem übrigen Schleswig-Holstein) finden Sie unter dem Menüpunkt FAHRKARTEN, indem Sie zunächst das für Sie relevante Gebiet auswählen (z.B. "Fahrkarten Flensburg") und dann auf die orange hervorgehobe Bezeichnung der Fahrkarte klicken (z.B. Monatskarte): es öffnet sich jeweils eine Seite mit einem fahrkartenbezogenen Auszug aus den jeweiligen Tarifbestimmungen. Alternativ könen Sie sich auch selber die entsprechenden Absätze aus den Tarifbestimmungen heraussuchen.

  • Warum gibt es in Flensburg keine Kurzstreckenfahrscheine?

    Einerseits, weil durch zusätzliche Kurzstreckenfahrgäste auf schon heute hoch ausgelasteten Strecken Kapazitätsprobleme entstehen würden, z.B. stadtauswärts den Berg hoch oder vom Südermarkt zum Bahnhof. Andererseits aus Kostengründen: Den Kosten für zusätzlich eingesetzte Fahrzeuge stünden durch ein verbilligtes Kurzstreckenticket potentiell niedrigere Einnahmen gegenüber. In der Folge müssten gegebenenfalls die Fahrpreise insgesamt stärker angehoben werden, um den Flensburger Busverkehr finanzieren zu können.

  • Warum gibt es in Flensburg keine Wochenkarten?

    Grundsätzlich war es beabsichtigt, ein schlankes und übersichtliches Fahrkartensortiment anzubieten. Vor diesem Hintergrund war die Wochenkarte seinerzeit nicht ins Sortiment aufgenommen worden. Dies wird sich jedoch voraussichtlich ändern, und zwar wenn der landesweite Schleswig-Holstein-Tarif (SH-Tarif) in einigen Jahren auch für innerstädtische Fahrten in Flensburg eingeführt wird. Denn im Schleswig-Holstein-Tarif ist die Wochenkarte automatisch Bestandteil des Kernsortimentes.

  • Welche Voraussetzungen müssten für ein Schüler-Semesterticket erfüllt sein?

    Das Semesterticket für Studierende der Flensburger Hochschulen ist für den einzelnen vergleichsweise günstigt, weil entsprechend dem Solidaritätsprinzip alle Studierende ihren Beitrag bezahlen, auch diejenigen, die den Bus selten oder möglicherweise nie nutzen. Entsprechend müssten alle Eltern bereit sein, das Solidaritätsprinzip anzuerkennen. Außerdem wäre wie beim Semesterticket ein klarer Vertragspartner erforderlich, der verbindlich den je Schüler zu bezahlenden Preis an die Verkehrsunternehmen abführt. Und bei der Preiskalkulation müsste berücksichtigt werden, dass eine stärkere Busnutzung in den Spitzenzeiten mehr Fahrzeuge und Fahrpersonal erforderlich macht, die finanziert sein wollen. Denn gerade im morgendlichen Schülerverkehr sind schon heute alle vorhandenen Ressourcen im Einsatz.

  • Warum werden jedes Jahr die Fahrpreise erhöht?

    Aktiv Bus soll kostendeckend arbeiten. Der weitaus überwiegende Teil der Einnahmen kommt dabei aus Fahrgelderlösen. Wie in anderen Branchen steigen jedoch auch im Verkehr die "Produktionskosten": die Personalkosten steigen, neue technologische Entwicklungen machen zusätzliche Investitionen erforderlich, auch die Energiepreise haben in der Vergangenheit eine nicht unwesentliche Rolle gespielt, und und und. Genauso wie die Preise für Kaffee und andere Güter des täglichen Bedarfs müssen leider auch die Fahrpreise immer wieder angepasst werden. Dies geschieht regelmäßig zum 1. August eines Jahres - gleichzeitig mit allen anderen Bus- und Bahnunternehmen in Schleswig-Holstein. Je nach Kostensituation versuchen wir dabei, die Preissteigerungen in Flensburg so niedrig wie möglich zu halten bzw. teilweise bei einzelnen Fahrscheinarten auch mal auf eine Erhöhung zu verzichten. Zum Beispiel war es angesichts der derzeitigen Energiepreise bei der Tarifanpassung im August 2015 möglich, zumindest den Einzelfahrschein preisstabil zu halten.

    Trotz aller Preissteigerungen: Aktiv Bus Flensburg legt großen Wert auf kostengünstige Strukturen, und deshalb sind die Fahrpreise in Flensburg immer noch vergleichsweise günstig. Ein Vergleich mit anderen deutschen Städten in der Größenordnung zwischen 70.000 und 100.000 Einwohnern zeigt schnell, dass die Flensburger Preise besonders kundenfreundlich sind. Manche Fahrscheine, z.B. die Schülermonatskarte, sind in Flensburg sogar deutlich billiger als selbst in kleineren Städten wie Neumünster oder Schleswig - obwohl hier in Flensburg viel mehr Busse fahren. Auch in Zukunft wollen wir eine attraktive Leistung zu möglichst fairen Preisen anbieten.

  • Könnten die Fahrkarten in Flensburg nicht etwas billiger sein?

    Ein attraktives Busangebot verursacht Kosten. Regelmäßig müssen alte Busse durch neuere ersetzt werden. Die Busse verbrauchen Energie und müssen kontinuerlich inder Werkstatt gepflegt und gewartet werden. Die Kolleginnen und Kollegen am Lenkrad, in der Werkstatt und in der Verwaltung möchten ihren monatlichen Lohn erhalten. Und selbst eine Internetseite zur Information der Fahrgäste und Bürger verursacht schließlich gewisse Kosten. In Flensburg wird diese Stadtverkehrs-Leistung durch die Nutzer finanziert, d.h. durch die Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen. Als kommunales Unternehmen geht es bei Aktiv Bus nicht um Gewinne, sondern schlicht darum, dass die Kosten gedeckt werden können. Wenn die Fahrkarten billiger wären, müsste die Stadt Flensburg den Busverkehr finanzieren, aus (nicht vorhandenen) Steuergeldern oder durch eine extra zu erhebende Bürgerabgabe oder ... ??? Oder das Bus- und Fahrtenangebot müsste aus Kostengründen deutlich reduziert werden, und das würde die Lebensqualität in unserer Stadt wohl nicht gerade erhöhen. Deshalb: Wir bemühen uns, die Fahrpreise so niedrig wie möglich zu halten, müssen aber das Preisniveau regelmäßig auf die kostenseitigen Entwicklungen anpassen. Das sollte uns eine Busfahrt Wert sein.

  • Gilt das Schleswig-Holstein-Ticket in den Flensburger Bussen?

    Die Antwort ist ein klares "Nein". Das als Schleswig-Holstein-Ticket von der Deutschen Bahn vermarktete Sonderticket gilt außerhalb des HVV grundsätzlich nur in Nahverkehrszügen! Für Kleingruppen bis zu 5 Personen, die in Schleswig-Holstein und Hamburg mit Bahnen UND Bussen unterwegs sein möchten, empfiehlt sich die Kleingruppenkarte des landesweiten Schleswig-Holstein-Tarifes. Bitte beachten Sie: Das Schleswig-Holstein-Ticket sollten Sie nicht mit dem Schleswig-Holstein-Tarif verwechseln - auch wenn die Bezeichnungen leider verwirrend ähnlich sind. Das Schleswig-Holstein-Ticket gilt nicht in den Flensburger Stadtbussen, der SH-Tarif (z.B. die Kleingruppenkarte) jedoch gilt.

    Weitere Informationen zum Schleswig-Holstein-Ticket der DB.

    Weitere Informationen zum Schleswig-Holstein-Tarif.

Fragen und Antworten zu Sonstigen Themen

  • Warum werden die Busse nicht automatisch an jeder Haltestelle abgesenkt?

    Das Absenken des Busses zur Seite wird von einigen Menschen als sehr hilfreich empfunden – aber längst nicht von allen. Der auf die Seite geneigte Bus und die dadurch entstehende schiefe Ebene ist für einen Teil der Busnutzer unangenehm. Hinzu kommt, dass der Vorgang des Absenkens und Aufrichtens jeweils auch ein paar Sekunden Zeit kostet, was insgesamt zu verlängerten Fahrzeiten führen würde. Deshalb wird die Technik des Absenkens nur bei Bedarf angewendet.

  • Weshalb sind nicht alle Haltestellen mit Wartehäuschen und Sitzgelegenheiten ausgestattet?

    Fast alle Flensburger Haltestellen - und das sind nicht wenige - befinden sich im Eigentum und damit in der Verantwortlichkeit der Stadt Flensburg. Eine zeitgleiche Modernisierung aller Haltestellen ist allein aus Kostengründen nicht zu leisten. Regelmäßig werden jedoch Haltestellen baulich neu hergerichtet, meist im Zusammenhang mit jeweils anstehenden Straßenbaumaßnahmen. Grundlage für die Haltestellenausstattung ist das Haltestellenkonzept der Stadt Flensburg. Wartehäuschen sind da nur für die stärker frequentierten Haltestellen vorgesehen - vorausgesetzt im Straßenraum ist überhaupt Platz dafür vorhanden. Aktiv Bus ist selbstverständlich bei allen baulichen Planungen beratend dabei. Und wenn unsere Fahrer irgendwo einen Mangel entdecken - oder wenn ein Fahrgast uns über Lob und Tadel einen Schaden mitteilt -, dann melden wir das direkt an die Stadt weiter. Direkt zuständig sind wir aber nur für die Fahrgastinformation an den Haltestellen, d.h. für die Aushänge und für den Haltestellenmast. 

  • Warum hängt der Fahrplan mal im Wartehäuschen und mal am Haltestellenmast?

    Grundsätzlich hängen die Fahrpläne nach Möglichkeit in der Vitrine des Wartehäuschens. Aber nur die stärker frequentierten Haltestellen sind mit einem entsprechenden Wartehaus ausgestattet. Deshalb hängen die Fahrplanaushänge an den Haltestellen ohne Wartehaus ersatzweise am Haltestellenmast.

    Da in jeder Vitrine maximal Platz für vier Aushänge ist, können an Haltestellen, die von fünf oder mehr Linien bedient werden, ggf. nicht alle Fahrpläne im Wartehaus hängen, so dass auch hier ein Teil der Fahrpläne derzeit am Mast hängt. Gemeinsam mit der Stadt Flensburg, welche in der Regel für die Infrastruktur-Ausstattung der Haltestellen verantwortlich ist, prüfen wir, ob in bestimmten Wartehäusern eine zusätzliche Vitrine installiert werden kann.

    Weitere Informationsaushänge wie der Liniennetzplan und die Preistafel werden bei entsprechender Platzverfügbarkeit ebenfalls bevorzugt in der Vitrine ausgehängt. Ist keine Vitrine vorhanden, oder hängt dort schon eine Mehrzahl an Fahrplänen, werden Zusatzinformationen wie Liniennetzplan und Preistafel mit am Mast ausgehängt, vorausgesetzt es sind am einzelnen Mast ausreichend Aushangkästen verfügbar.

  • Warum unterstützt Aktiv Bus das neue CarSharing - sind diese Autos keine Konkurrenz zum Bus?

    Natürlich wollen wir in erster Linie den Umweltverbund fördern, d.h. den öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen und Bahnen im Zusammenspiel mit Fußwegen und Radfahrten. Aber wir wissen auch, dass es Fahrten gibt, für welche die Nutzung eines Auto einfach praktischer und sinnvoller ist. Auch unsere Stammkunden, die regelmäßig ihre Monatskarte kaufen, sind ab und zu auf ein Auto angewiesen. Wer kein eigenes Auto halten kann oder möchte, für den ist CarSharing in Verbindung mit einer Buskarte eine kostengünstige Alternative. Es muss nicht immer ein eigenes Auto sein, denn das steht in vielen Fällen die meiste Zeit des Tages nur auf einem Parkplatz. Durch die "geteilte" gemeinsame Nutzung eines Autopools ersetzt jedes einzelne CarSharing-Auto - das zeigen entsprechende Studien aus anderen Städten, die schon länger ein funktionierendes CarSharing haben - am Ende etwa 10-11 private Pkw. Und für den privaten wie für den gewerblichen CarSharing-Nutzer ist es kostengünstig und bequem: Die Spritkosten sind inklusive, und um Wartung und Inspektion des Wagens kümmern sich andere. Deshalb sind wir überzeugt, dass das vom Klimapakt initiierte CarSharing in Verbindung mit einem attraktiven Stadtbusverkehr eine sehr sinnvolle Ergänzung des Flensburger Mobilitätsangebotes ist.

  • Warum gibt es in der Mitte der Busse keine zusätzlichen Entwerter für Streifenkarten?

    Grundsätzlich gilt, dass in den Flensburger Stadtbussen vorne eingestiegen werden muss, so dass der Busfahrer (bzw. die Busfahrerin) schon beim Einstieg die Gültigkeit des Fahrscheines prüfen kann. Aus diesem Grund befinden sich auch die Entwerter in Flensburg prinzipiell vorne im Bus.

    Nur im begründeten Ausnahmefall dürfen Personen überhaupt an der mittleren Tür einsteigen (z.B. Rollstuhlfahrer). Es wäre jedoch unverhältnismäßig teuer, wenn für diese Fälle zusätzliche Entwerter beschafft und gewartet werden müssten. Langfristig ist eher geplant, die Streifenkarten durch einen entsprechenden elektronischen Fahrschein zu ersetzen, so dass in einigen Jahren ganz auf herkömmliche Entwerter verzichtet werden kann.